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Der Arbeitgeberverband Deutscher Eisenbahnen (AGVDE), dem die Hessische Landesbahn und ihre Tochtergesellschaften angehören, und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di haben am 08.02.2010 für den Bereich des „Eisenbahntarifvertrags“ (ETV) einen neuen Entgelttarifvertrag für den Zeitraum 01.09.2009 bis 31.12.2010 abgeschlossen. Dieser Abschluss bedeutet für die Mitarbeiter der HLB Basis AG, HLB Hessenbus GmbH und HLB Hessenbahn automatisch Entgeltverbesserungen im Gesamtvolumen von gut 2 %; den Mitarbeitern der vectus Verkehrsgesellschaft mbH wird eine Übernahme dieses Abschlusses angeboten.
Die Hessische Landesbahn GmbH hat über ihren Arbeitgeberverband mehrfach auch anderen Gewerkschaften angeboten, sich an den gemeinsamen Tarifverhandlungen zu beteiligen. Die GDL will hingegen unbedingt einen eigenen, nur für Lokführer gültigen Tarifvertrag abschließen. Dies wird von der HLB abgelehnt, da im Konzern der HLB weitere Berufsgruppen (beispielsweise Busfahrer) zu berücksichtigen sind. Auch diese müssen aus Sicht der Geschäftsführung von möglichen Entgeltverbesserungen profitieren.
Veit Salzmann, Geschäftsführer der Hessischen Landesbahn: „Wie der Abschluss zeigt, sind wir durchaus bereit, mit den Gewerkschaften über höhere Entgelte zu verhandeln. Von dem mit der Dienstleistungsgewerkschaft verdi erzielten Ergebnis profitieren alle Mitarbeiter des HLB-Konzerns an den Standorten Königstein, Butzbach, Limburg, Hofheim und Kassel“.
Bei der Hessischen Landesbahn GmbH besteht die besondere Situation, dass konkurrierende Gewerkschaften um Mitglieder werben. Die GDL hatte in diesem Zusammenhang die Triebfahrzeugführer der HLB Hessenbahn GmbH, der HLB Basis AG und der vectus Verkehrsgesellschaft mbH von 4.30 bis 8.30 Uhr zu einem Warnstreik aufgerufen, welcher Verspätungen und Zugausfälle zur Folge hatte:
Auf den Linien der vectus von Limburg-Au (Sieg), Limburg-Koblenz, Limburg-Wiesbaden und Limburg-Siershahn konnten 35 % der Zugleistungen bedient werden. Am Standort Königstein verkehrten 100 % der Züge zwischen Königstein-Frankfurt/Höchst und Frankfurt/Höchst-Bad Soden, auf der Taunusbahn zwischen Brandoberndorf und Frankfurt fuhren 25 % der Züge. Am Standort Butzbach entfielen alle Züge auf den Linien Hanau-Schöllkrippen, Gießen-Gelnhausen und Friedberg-Nidda. Auf der Linie Friedberg-Friedrichsdorf fuhren 50% der Züge, auf der Linie Friedberg-Hanau verkehrten 100 % der Züge. Nach dem Streikende um 8:30 Uhr gab es bis ca. 10 Uhr Verspätungen auf den genannten Linien.
„Wir bedauern, dass Gewerkschaftskonflikte auf dem Rücken der Fahrgäste ausgetragen werden. Wir haben kein Verständnis dafür, dass die Fahrgäste in der Kälte stehen gelassen werden. Leider informiert die GDL nicht frühzeitig über anstehende Streiks, um Fahrgästen Alternativen nennen zu können“ so vectus-Geschäftsführer Peter Runge.
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